Ich bin Jan.
Ich unterrichte Yin Yoga in Hamburg. Geerdet, ohne Guru-Ton, mit einem Hintergrund, der mit Aura nichts zu tun hat.
Wie ich zum Langsamen gekommen bin.
Zum Yin Yoga bin ich nicht gekommen — ich war eigentlich immer schon dort. Schon im Hatha Yoga, vor über zwanzig Jahren, haben mich nicht die Sprünge gereizt, sondern die Haltungen, in denen man lange bleibt. Geboren bin ich 1978 in München; in Hamburg lebe ich seit 2003.
Von 2016 bis 2023 habe ich hier mit meiner Frau Lisa das Anjali Yoga geführt. Das Studio war der Ort, an dem ich ausprobieren und verfeinern durfte, bis daraus mein eigenes Yin Yoga wurde — Schritt für Schritt, über Jahre.
Dann kam eine Zeit, in der ich vieles losgelassen habe, das Unterrichten eingeschlossen. Was lange nach Stillstand aussah, war eigentlich der Punkt, an dem etwas in mir aufhörte, gegen den Boden zu arbeiten. Yin Yoga hat das nicht repariert. Es hat mir einen Ort gegeben, an dem ich festhalten durfte, bis es von selbst nachgab. Jetzt komme ich zurück.
In welcher Linie ich stehe.
Meine Grundausbildung habe ich in der zweijährigen Bausteinausbildung bei Yoga Vidya gemacht. Zum Yin Yoga kam ich über Shanti Wade und über Paul Grilley — den funktionalen Ansatz, also die Arbeit mit Faszien, Skelettvariation und der ehrlichen Frage, was ein Körper wirklich kann statt was er können soll.
Die psychologische Tiefe kommt aus der Linie von Marianne Bentzen: somatische Therapie, autonomes Nervensystem, meditative Praxis. Beides zusammen ist das, was diese Praxis ausmacht — körperlich und psychologisch, ohne Esoterik. Früher habe ich dafür Namen gesucht; heute ist es einfach Yin Yoga, somatisch gedacht.
Lehrer:innen habe ich schon ausgebildet. Eine Weile lag das still. Ab 2027 nehme ich es wieder auf. Meine fünftägigen Retreat-Wochen sind in Hamburg als Bildungsurlaub anerkannt.
Ich rede lieber über deine Hüfte als über deine Aura.
Daneben habe ich einen Hintergrund als Betrieblicher Gesundheitsmanager. Das klingt nüchtern, und das ist es auch — es heißt vor allem, dass ich Gesundheit nicht als Esoterik verstehe, sondern als etwas, das mit Schlaf, Stress, Sitzen und Nervensystem zu tun hat.
Was du bei mir nicht bekommst: große Wahrheiten über dein wahres Selbst. Was du bekommst: einen ruhigen Raum, klare Ansagen, ein bisschen trockenen Humor und genug Zeit, dass dein Körper sich melden kann.
Ich finde, das reicht.
Wenn du auf die Matte willst.
Such dir den Weg, der gerade passt. Wechseln darfst du immer.