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Yin Yoga verstehen

Was ist somatisches Yoga? Woher das Wort kommt und was es bei mir auf der Matte heißt

Hinter „somatic“ stecken ein Philosoph, eine Psychologin, die daraus Somatic Yoga gemacht hat, und heute ein Wort, das ziemlich vieles meinen kann. Ich sortier, was somatisches Yoga ist, wo die Traumatherapie anfängt und was ich selbst damit meine, wenn ich somatic yin yoga unterrichte.

9. Oktober 2026 · 13 Minuten Lesezeit

Ein grüner Stoff-Bolster steht und schaut mit halb geschlossenen Augen seitlich zu einem dunklen Korkblock, der mit offenen Augen geradeaus schaut.

Du liegst abends auf dem Sofa, scrollst noch ein bisschen durchs Handy, und zwischen zwei Rezepten läuft ein Video. Jemand liegt auf dem Rücken, die Knie aufgestellt, und lässt sie so langsam von einer Seite zur anderen sinken, dass du kurz denkst, die Verbindung hängt. Darunter steht „somatic yoga“, in den Kommentaren bedanken sich Leute. Und du fragst dich, was somatisches Yoga eigentlich sein soll: ein neuer Stil, eine Therapie, ein Trend, oder schlicht Yoga mit einem neuen Etikett?

Prinzipiell ist es von allem ein bisschen, und genau deswegen lohnt es sich, das Wort einmal in Ruhe auseinanderzunehmen. Ich hab das für mich gemacht, auch weil „somatic“ in meinem eigenen Angebot steht und ich gern wissen wollte, auf wessen Schultern ich da eigentlich stehe.

Was heißt „somatisch“ überhaupt?

Du stehst in einer Yogastunde im Krieger und guckst in den Spiegel. Ist das vordere Knie über dem Knöchel, sind die Hüften gerade, sieht das ungefähr so aus wie bei der Lehrerin vorne? Jetzt machst du die Augen zu und fragst dich, wie sich dein vorderes Bein in diesem Moment anfühlt, warm, zittrig, schwer, irgendwas dazwischen. Es ist dasselbe Bein, und mit geschlossenen Augen weißt du auf einmal ganz andere Dinge darüber.

Genau diese Unterscheidung steckt in dem Wort. Soma ist griechisch für Körper, und der amerikanische Philosoph Thomas Hanna hat daraus einen Fachbegriff gemacht, der den Körper von innen meint. In seinem Essay „What is Somatics?“ von 1986 nennt er Somatics das Feld, das das Soma untersucht, „namely, the body as perceived from within by first-person perception“. Gemeint ist der Körper, wie du ihn aus deiner eigenen Ich-Perspektive wahrnimmst. Für Hanna ist dieses Wissen genauso ein Faktum wie jeder Befund, den deine Ärztin von außen erhebt.

Somatisches Yoga heißt im Kern also, dass du mit der Aufmerksamkeit nach innen übst und die Frage, wie sich etwas anfühlt, die wichtigste in der Stunde ist. Das klingt erst mal fast banal, weil jedes Yoga irgendwie mit Spüren zu tun hat, und das seh ich auch so. Alles körperliche Yoga ist für mich Hatha, und die Stilnamen sagen vor allem, wohin jemand den Schwerpunkt legt – das hab ich in Yin Yoga oder Hatha Yoga? ausführlicher aufgeschrieben. „Somatisch“ ist so ein Schwerpunkt.

Woher kommt somatisches Yoga?

Du hast den ganzen Nachmittag am Laptop gesessen, die Schultern sind irgendwann bis zu den Ohren gewandert, und erst beim Aufstehen streckst du dich einmal kräftig. Für einen Moment wird alles fest, und dann lässt du ganz langsam wieder los.

Aus dieser Bewegung hat Thomas Hanna eine Methode gemacht. Er war Philosoph, hatte Anfang der Siebziger die Arbeit von Moshe Feldenkrais kennengelernt und veröffentlichte 1973 im Journal of Humanistic Psychology einen Aufsatz mit dem Titel „The Project of Somatology“. Zwei Jahre später gründete er zusammen mit Eleanor Criswell in Kalifornien das Novato Institute for Somatic Research and Training. Aus seiner Arbeit ist die Methode hervorgegangen, die heute Hanna Somatic Education heißt. Das Herzstück nennt Hanna Pandikulation. Du spannst einen Muskel bewusst an und lässt die Spannung dann langsam länger werden, „as if you were just waking up in the morning and yawning“, wie es der Berufsverband für seine Methode beschreibt. Für den Verband ist das ein Lernprozess, bei dem du die Bewegung selbst machst und dabei genau spürst, was passiert.

Das Yoga kam über Eleanor Criswell dazu. Sie leitete einmal den Fachbereich Psychologie der Sonoma State University, und die Meridian University, die ihre Bibliothek nach ihr benannt hat, nennt sie die Schöpferin von Somatic Yoga. Ihre somatische Arbeit kam aus Hanna Somatics. Ihr Buch dazu heißt „How Yoga Works: An Introduction to Somatic Yoga“, und 2024 ist sie gestorben. Somatisches Yoga im engeren Sinn meint also Yoga aus dieser Schule.

Lindsey Drury hat diese Herkunftsgeschichte 2022 im Dance Research Journal kritisch auseinandergenommen. Sie kritisiert, dass Hanna das Feld in einer westlichen Philosophie- und Wissenschaftstradition verankern wollte, die er ihrer Ansicht nach grundlegend missverstanden hat. Und sie meint, dass diese Erzählung bis heute verdeckt, wie viel das Feld aus nicht-westlichen Körperpraktiken übernommen hat. Für mich als Yogalehrer ist das ein Punkt, den ich mir merke, und für deinen Alltag heißt es vor allem, dass sich der Begriff längst von seinem Erfinder gelöst hat.

Somatic Yoga, Somatic Experiencing, somatische Übungen: Was ist was?

Beim Abendessen mit Freund:innen erzählt jemand von der neuen „somatischen“ Praxis, und irgendwann merkt ihr, dass jede am Tisch etwas anderes darunter versteht: die eine ihre Physiotherapie, der andere ein Video mit Schüttelübungen, die dritte ihre Traumatherapie. Das Wort ist inzwischen so weit geworden, dass es fast alles meinen kann, was langsam ist und mit Spüren zu tun hat. Für dich macht es einen echten Unterschied, was davon du gerade vor dir hast.

Somatic Experiencing, kurz SE, geht auf Peter Levine zurück und ist ein Ansatz für die Arbeit mit Stress, Schock und Trauma. Die Organisation dahinter, Somatic Experiencing International, beschreibt es als „a body-oriented therapeutic model“. Angewendet wird es von ausgebildeten Fachleuten innerhalb ihres eigenen Berufsfelds, etwa in der Psychotherapie, der Medizin oder der Physiotherapie. Das ist eine therapeutische Methode mit eigener Ausbildung, und sie gehört in die Hände dieser Fachleute. Ich habe diese Ausbildung nicht, und in meinen Stunden findet keine Traumatherapie statt.

Dann gibt es die vielen kurzen Videos mit „somatic exercises“: Schütteln, Wiegen, Summen, langsames Rollen über den Boden. Ich find es klasse, wenn jemand über so ein Video zum ersten Mal merkt, dass der eigene Körper überhaupt etwas zu sagen hat. Im März 2026 ist bei Kosmos sogar ein Buch mit dem Titel „Somatic Yoga“ erschienen, so weit ist das Wort inzwischen gekommen. Ich selbst glaub nicht, dass Gefühle im Gewebe gespeichert sind, und warum, hab ich im Artikel über Gefühle im Yin Yoga ausführlich beschrieben.

Wenn dir irgendwo „somatisches Training“ begegnet, lohnt sich deshalb ein zweiter Blick. Schau mal, ob die Hanna-Methode gemeint ist, eine Yogaform oder einfach ein neues Wort für achtsames Bewegen. Alle drei können dir guttun, und jedes davon verspricht dir etwas anderes.

Was sagt die Forschung zu somatischem Yoga?

Ohne Vorwarnung sackt dir das Bein weg oder die Hand wird taub, so oft, dass du deinen Alltag kaum noch planen kannst. Solche Beschwerden können zu einer funktionellen neurologischen Störung gehören, und für Menschen mit dieser Diagnose hat ein Team am King’s College London somatisches Yoga untersucht.

Unter dem Stichwort „somatic yoga“ listet PubMed, Stand Oktober 2026, vier Arbeiten, und diese ist die neueste. Kennedy-Barnes und Kolleg:innen haben ihre Machbarkeitsstudie 2026 in BJPsych Open veröffentlicht. Siebenundzwanzig Erwachsene wurden ausgelost, einundzwanzig haben bis zum Ende mitgemacht. Die eine Gruppe bekam sechs Wochen lang somatisches Yoga in Einzelsitzungen mit einer Yogatherapeutin, die meisten davon online, und die andere übte allein mit Entspannungsmusik.

Das Team beschreibt somatisches Yoga als Mischung aus langsamer, zugänglicher Bewegung, Atemarbeit, achtsamer Aufmerksamkeit für Sinnes- und Körperempfindungen und sanften körperbasierten Übungen. Zusammen sollen sie die Regulation „bottom-up“ und „top-down“ stärken, also vom Körper her und vom Kopf her. In der Yogagruppe zeigten sich große Effekte bei der selbst eingeschätzten Besserung und bei der Innenwahrnehmung. Unerwünschte Ereignisse, die auf die Übungen zurückgingen, wurden keine beobachtet. Die Autor:innen nennen ihre Auswertungen explorativ. Die Gruppe war klein, die Yogatherapeutin gehörte selbst zum Forschungsteam, und die Teilnehmenden wussten, in welcher Gruppe sie waren. Dazu bekam laut Studienplan nur die Yogagruppe angeleitete Einzelsitzungen, und beides kann eine selbst eingeschätzte Besserung größer aussehen lassen.

In der dritten Woche stieg in der Yogagruppe ein Maß für Dissoziation vorübergehend an. Das Team vermutet, dass die verstärkte Aufmerksamkeit auf den eigenen Körper am Anfang so etwas auslösen kann, bevor bis zur sechsten Woche die Werte zum Wohlbefinden, etwa bei der Niedergeschlagenheit, deutlicher für das Yoga sprachen. Norman Farb und Kolleg:innen haben schon 2015 in Frontiers in Psychology auf diese Kehrseite hingewiesen. Ein frisch geöffneter Zugang zur Innenwahrnehmung kann auch neue Belastung bringen, wenn der Rahmen fehlt, in dem sich schwierige Empfindungen halten lassen.

Die übrigen drei Treffer kommen alle ohne Vergleichsgruppe aus: zwei Pilotstudien mit acht und zehn Menschen, die nach einer Krebsbehandlung unter Nervenschäden durch die Chemotherapie litten, und eine Beobachtungsstudie mit 69 Teilnehmenden in einem Online-Angebot für Menschen in onkologischer Betreuung. In der Pilotstudie von Galantino und Kolleg:innen aus dem Jahr 2019 wurden Beweglichkeit und Gleichgewicht besser. Für gesunde Menschen in einem Abendkurs sagen solche klinischen Studien wenig.

Du merkst, dass du Hunger hast, manchmal bevor der Magen knurrt, oder dass dir das Herz bis zum Hals schlägt, bevor du weißt, warum. In der Forschung heißt diese Innenwahrnehmung Interozeption, also die Art, wie dein Nervensystem Signale aus dem Körperinneren aufnimmt und deutet, und in der Londoner Studie steht sie im Mittelpunkt. Das liegt ziemlich nah an Hannas Soma, und in seinem Essay spricht er von den propriozeptiven Sinnen, also der Wahrnehmung der eigenen Lage und Bewegung.

Was „somatic yin yoga“ bei mir heißt

Stell dir vor, du liegst am Ende der ersten Kursstunde auf dem Rücken, und die Haltungen sind vorbei. Erst räkelst und streckst du dich, und wenn ein Gähnen kommen mag, darf es kommen. Dann deckst du dich zu, und die Meditation beginnt bei deinen Füßen und bei dem Boden, der dich trägt.

Das ist im Kleinen das, was ich mit somatic yin yoga meine, und es ruht auf zwei Linien. Die eine kommt von Paul Grilley: Funktion statt Form. So einzigartig wie dein Charakter ist auch dein Knochenbau. Deshalb kommt die Haltung bei mir zum Körper, mit Kissen, Blöcken und Varianten, bis sie dort wirkt, wo sie wirken soll. Auf der Seite Was ist Yin Yoga beschreibe ich genauer, wie das in den einzelnen Haltungen aussieht.

Die andere Linie kommt von Marianne Bentzen und ihrer Neuroaffektiven Meditation. Ihr Leitgedanke ist für mich: Der Weg beginnt beim Körper. Diese Meditation arbeitet von unten nach oben, sie fängt bei dem an, was sich gerade im Körper zeigt, und die Stille kommt, wenn sie so weit ist.

Ich bin über das Yoga eingestiegen, dann kamen Meditation, Philosophie und Achtsamkeit dazu, und nach über 20 Jahren mit all dem kann ich vieles recht gut und bin nirgends der absolute Experte. Vielleicht ist genau das der Grund, warum ich mich gern an zwei Linien halte. Somatic yin yoga ist der Name, den ich dieser Verbindung gebe, und am Ende ist es Hatha Yoga mit einem klaren Schwerpunkt auf dem, was du von innen spürst.

Ist somatisches Yoga etwas für dich?

Manche Yogastunden fühlen sich an wie eine Prüfung: Du fragst dich die ganze Zeit, ob du es richtig machst, und gehst am Ende mit dem Gefühl nach Hause, dass alle anderen es besser konnten. Beim somatischen Üben fällt dieser Maßstab weg, weil niemand außer dir weiß, wie sich dein Körper gerade anfühlt, und für viele Menschen ist das eine Erleichterung.

Ob ein Angebot so arbeitet, merkst du ziemlich schnell daran, wie mit dir umgegangen wird. Du entscheidest selbst, wie tief du gehst, und aus einer Haltung rauszugehen gehört zur Praxis. Bewegung ist erlaubt, wenn der Körper sie braucht, die Ansagen laden dich ein, und die Lehrenden sagen offen, wo ihre Zuständigkeit endet. Bei mir kannst du zum Beispiel auf der Seite zu den Kontraindikationen nachschauen, in welchen Situationen ich dich vorher sprechen möchte oder eine ärztliche Abklärung brauche.

Wenn du gerade in einer akuten Krise steckst, ist jetzt nicht der Moment für einen Kurs. Hol dir bitte zuerst professionelle Hilfe, rund um die Uhr zum Beispiel bei der Telefonseelsorge unter 0800 111 0 111. Wenn du mit einer Traumafolgestörung lebst oder in psychotherapeutischer Behandlung bist, sprich vorher mit deiner Therapeutin oder deinem Therapeuten, ob ein Kurs gerade passt. Somatisches Yoga kann dann eine Ergänzung zu deiner Behandlung sein.

Häufige Fragen

Ist somatisches Yoga dasselbe wie Somatic Experiencing?

Nein. Somatic Experiencing ist ein körperorientierter therapeutischer Ansatz nach Peter Levine, den ausgebildete Fachleute im Rahmen ihres Berufs anwenden. Somatisches Yoga ist Yoga mit dem Schwerpunkt auf der Innenwahrnehmung.

Ist somatisches Yoga für Anfänger geeignet?

Ja, gerade weil es langsam ist und du nichts können musst. In meinem Abendkurs ist keine Vorerfahrung nötig. Wenn du gesundheitliche Themen hast, sag es mir vorher, dann gucken wir gemeinsam, was passt.

Was ist der Unterschied zwischen somatischem Yoga und Yin Yoga?

Yin Yoga beschreibt vor allem die Form: wenige Haltungen am Boden, lange und mit wenig Muskelkraft gehalten. Somatisch beschreibt die Richtung der Aufmerksamkeit, nach innen. Beides lässt sich gut verbinden, und das mache ich.

Kann somatisches Yoga Trauma lösen?

Das würde ich keinem Yogaangebot zuschreiben, meinem auch nicht. Für Trauma gibt es Therapie, und Yoga kann sie in einem guten Rahmen ergänzen. Wenn beim Üben viel hochkommt, ist das ein Grund, dir Unterstützung zu holen.

Gibt es somatisches Yoga in Hamburg oder online?

Ich unterrichte somatic yin yoga in Hamburg Barmbek-Süd. Online gibt es von mir das Video Yin Yoga ohne Ansagen, knapp zwei Stunden ohne ein gesprochenes Wort, in denen der Klang führt.

Zum Schluss

Somatisches Yoga ist am Ende eine Einladung, den eigenen Körper wieder als etwas zu erleben, das du von innen kennst. Das ist ziemlich unspektakulär und ziemlich viel zugleich, und ob du dafür Hannas Pandikulation brauchst, Criswells Somatic Yoga, ein Video am Abend oder eine Stunde bei mir, darfst du selbst rausfinden. Es zählt, was dir hilft.

Wenn du ausprobieren magst, wie sich eine Stunde anfühlt, die beim Körper anfängt: Mein Abendkurs in Hamburg Barmbek-Süd startet am 3. November 2026. Wir treffen uns an acht Dienstagen von 19:45 bis 21:15 Uhr, in einer Gruppe von höchstens 15 Menschen. Weil der Kurs nach § 20 SGB V zertifiziert ist, beteiligen sich die gesetzlichen Kassen in der Regel an den Kosten.

Und wenn du Fragen hast, frag mich bitte gerne immer. Ich freu mich zu hören, wie es dir damit geht.

Ein lieber Gruß, Jan

Quellen: Hanna T 1986, What is Somatics?, Somatics: Magazine-Journal of the Bodily Arts and Sciences 5(4):4–8 · Hanna T 1973, The Project of Somatology, Journal of Humanistic Psychology 13(3):3–14 · Association for Hanna Somatic Education, „Learn more“ · Meridian University, Eleanor Criswell Library · Drury L 2022, What’s in a Name? Somatics and the Historical Revisionism of Thomas Hanna, Dance Research Journal 54(1):6–29 · Somatic Experiencing International, SE 101 · Kennedy-Barnes E u. a. 2026, Somatic yoga therapy for functional neurological disorder, BJPsych Open 12(4):e151 · Galantino ML u. a. 2019, Integrative Cancer Therapies 18 · Galantino ML u. a. 2020, International Journal of Yoga Therapy 30(1):49–61 · Loy M, Tatham L 2024, International Journal of Yoga Therapy 34, Article 12 · Farb N u. a. 2015, Interoception, contemplative practice, and health, Frontiers in Psychology 6:763 · Khalsa SS u. a. 2018, Interoception and Mental Health: A Roadmap, Biological Psychiatry: CNNI 3(6):501–513

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